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Mädchenworkshop 4.0: Feminismus mit neuen Methoden vermitteln

Aufgabenstellung

Welche neuen Designs und Methoden können Mädchen-Workshops der Frauenabteilung der Stadt Wien bereichern?


Challenge

Die Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) bietet Workshops für Mädchen zwischen 15 und 20 Jahren an. Drei inhaltliche Schwerpunkte sind gesetzt:

  • „Mädchen an die Macht“ zielt auf die Stärkung des Selbstbewusstseins der Teilnehmerinnen, indem ein selbstbestimmtes und vielfältiges Frauenbild vermittelt wird.
  • „Know your rights“ thematisiert unterschiedliche Formen von Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und zeigt rechtliche und praxisnahe Möglichkeiten der Intervention auf. 
  • „Mädchen und die Welt der Medien“ analysiert und hinterfragt Medienbilder und –botschaften.
  • Hier gibt es ein wenig mehr zu erfahren: https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/beratung/workshops.html

Die Workshops dauern etwa drei Stunden. Bisher erhielt die Frauenabteilung MA 57 sehr positives Feedback von teilnehmenden Mädchen und die Nachfrage nach den Workshops ist sehr hoch. Sie ist sogar so hoch, dass die Frauenabteilung nicht alle Anfragen erfüllen kann.

Die Teilnehmerinnen kommen aus allgemeinbildenden sowie auch berufsbildenden Schulen oder aus diversen Mädchengruppen sowie z.B. aus Fußballvereinen. Das Bildungs- und Sprachniveau variiert sehr stark. Zwei Mitarbeiterinnen der Frauenabteilung leiten die Workshops in der Regel. Diese bieten die Workshops entweder direkt in den Klassenzimmern der Schulen an oder alternativ im Konferenzraum der Frauenabteilung. Auf ca. 20m2 stehen dort ein Beamer, Lan-Anschluss, Tische und Sessel zur Verfügung. Zur Wissensvermittlung greifen die Trainerinnen auf bewährte Workshop-Methoden zurück: Power-Point-Präsentationen, IceBreaker, Quiz, Bildanalyse.

Diese Methoden haben sich sehr gut bewährt, dennoch wollen die Trainerinnen der Frauenabteilung ihr Repertoire mit innovativen Tools erweitern und neueste methodische Zugänge ausprobieren.


Gewünschtes Ergebnis

Die Mädchen kommen nicht zu einem Vortrag, sondern haben ein interaktives Erlebnis. Die neuen Methoden aktivieren sie. Aktuellste pädagogische und methodische Zugänge und psychologische Kniffs helfen dabei. Das Workshopdesign gibt genügend Raum für Interaktion, Austausch, Diskussionen und Reflexion. Dadurch vermittelt die Frauenabteilung das Wissen lebhaft, spannend und praxisnah. Offenheit, Vertrauen und Diversität spiegeln sich auch in den Methoden wider.

Wichtig: Die neuen Zugänge überlagern die vermittelten Inhalte nicht – sie unterstützen diese. Sie berücksichtigen die unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmerinnen und die Räumlichkeit. Sie sind vielseitig einsetzbar. Darüber hinaus sollen die Workshopleiterinnen der Frauenabteilung sie umsetzen können, eine Armada an Helferinnen und Helfern wird es auch in Zukunft nicht geben können. Dank der übersichtlichen methodischen Anleitungen und eines Schulungskonzepts kann die Frauenabteilung aber auch externe Trainerinnen (mit Erfahrung in Gruppenleitung; Erwachsenenbildung) rasch bei den Workshops einsetzen.

Pädagoginnen und Pädagogen, Workshopprofis, Methodenexpertinnen und -experten, Kreative, jetzt sind Sie an der Reihe!

Helfen Sie der Frauenabteilung MA 57 das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Sie müssen nicht unbedingt ExpertIn für feministische Themen sein. Profis aus anderen Branchen sind explizit eingeladen, neue Perspektiven einzubringen und ihre neuesten Methoden für das beschrieben Setting zu adaptieren. Es geht darum, die inhaltliche Expertise der Mitarbeiterinnen der Frauenabteilung zu ergänzen.


So ist das Vorgehen bei dieser Challenge:

  1. An der Zusammenarbeit mit der Frauenabteilung MA 57 Interessierte reichen Unterlagen zu sich, Ihrer Arbeitsweise und Referenzen ein.
  2. Die Jury der Frauenabteilung MA 57 wählt die vielversprechendsten Lösungspartnerinnen und -partner aus und lädt diese zu Gesprächen (Innovationsdialog). In den Gesprächen soll es dann auch um Details, konkrete Ideen und das weitere Vorgehen gehen.

Posten Sie daher bis spätestens 14. Mai 2018, warum Sie die Lieferantin/ der Lieferant der neuen Methoden und des Designs sein sollten – klicken Sie dazu auf den Button „Ideen einreichen“.

Gehen Sie in Ihrer ersten Beschreibung auf folgende Punkte ein:

  • Was zeichnet Sie aus, was zeichnet Ihren Zugang aus – wie denken Sie Innovation im beschriebenen Kontext. Führen Sie Beispiele an.
  • Zeigen Sie in Ihrer Beschreibung aber auch, dass Sie sich auf die Zielgruppe und die Frauenabteilung MA 57 einlassen können und die notwendige Gendersensibilität mitbringen.
  • Geben Sie außerdem Referenzen an, die zeigen, dass Sie relevante Erfahrung mit einfallsreichen, innovativen Workshops haben.

Wichtig:

  • Auf Grundlage der Beschreibungen wird die Frauenabteilung mit möglichen Anbieterinnen und Anbietern in den Dialog treten. Erst in den Gesprächen soll es um Details und konkrete Ideen gehen. Reichen Sie zunächst bitte keine vollständig ausgearbeiteten Konzepte ein. Halten Sie sich bei der Einreichung kurz und an die obigen Vorgaben. Die Online-Einreichung (das Posting über „Idee einreichen“ sowie die pdf-Anhänge) soll drei A4-Seiten oder sechs Präsentations-Folien nicht überschreiten.
  • Gehen Sie unbedingt auf die Bewertungskriterien ein und haben Sie die Herausforderung und das gewünschte Ergebnis vor Augen.
  • Die MA 57 ist für beides offen: Sowohl einzelne Methoden oder Tools, welche die bestehenden Abläufe der drei thematisch unterschiedlichen Workshops sinnvoll ergänzen, als auch Änderungen am gesamten Workshop-Design. Sie können sich für das eine, das andere oder beides empfehlen!


Gewinn

Nützen Sie die Gelegenheit und präsentieren Sie sich als Kooperationspartnerin oder Kooperationspartner!

Eine Jury der Frauenabteilung prüft alle Einreichungen entlang der Bewertungskriterien. Die 3 – 5 am besten geeigneten Einreicherinnen und Einreicher erhalten eine Einladung zum Innovationsdialog (dabei handelt es sich um ein Markterkundungsgespräch). Bei diesem Gespräch mit der Frauenabteilung haben Sie Zeit, Ihre Beschreibung und Referenzen zu vertiefen, Fragen zu beantworten und zu stellen. Die Frauenabteilung lernt Sie und Ihre Arbeitsweise so besser kennen.

Auf Basis der Erkenntnisse aus der Marktrecherche erfolgt allenfalls die direkte Vergabe eines Auftrags gemäß Bundesvergabegesetz zur Ausarbeitung der Methoden, zur Durchführung einer Pilotveranstaltung mit den Verantwortlichen der MA 57 sowie zur Gestaltung eines Schulungskonzepts (train the trainer). Für das Projekt Mädchenworkshop 4.0 sind Budgetmittel reserviert (ca. EUR 15.000). Die allfällige Umsetzung sollte bis Herbst 2018 erfolgen.

Werbung für Ihre Idee

Die IÖB-Servicestelle bewirbt die Challenge und macht dadurch auch andere öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber, die vor einer ähnlichen Herausforderung stehen, auf Sie aufmerksam.


Kategorien

Dienstleistungen
PR & Marketing

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22 Personen unterstützen diese Challenge
5.4.2018
Challenge - under construction
5.4.2018 - 14.5.2018
Call for ideas
15.5.2018 - 22.5.2018
Community Bewertung
23.5.2018 - 30.5.2018
Jury Bewertung
31.5.2018
Ergebnis

Künstlerische Workshops unter besonderer Berücksichtigung des Projekts "GC"

Kurzbeschreibung:
Ich biete künstlerische Workshops und sogenannte Mini-Lectures für bzw. mit Jugendlichen ab 14 Jahren an: www.its-like.com
Lange Beschreibung:

Die Inhalte meiner Workshops gehen über ein reines Technikvermitteln hinaus, sind jung, aktuell, extravagant und bieten ein hohes Maß an sozialer Interaktion, sinnlichem Erleben und Tun. Ob es sich nun um prozessorientiertes Arbeiten und Kommunizieren mit dynamischen Maltechniken, wie etwa bei Painting Inside // Inside Painting handelt, oder um ein gemeinsames Erarbeiten, sich Austauschen und voneinander Lernen zum Riesenthema Gender (Workshop Gendercollege), oder ob man lieber experimentiert und in andere Rollen schlüpft, sich verkleidet und selbst inszeniert mit verschiedensten bildnerischen Mitteln, die beispielsweise Tableaux vivants zur Verfügung stellen - meine Workshops lassen viel Spielraum. 
Grundgerüst meiner didaktischen Aufbereitungen ist immer eine flexible Planung, die den Teilnehmer*innen die Entscheidung in welche Richtung gegangen wird, offen lässt. In meiner Arbeit ist mir ein ausgeprägtes Miteinander und eine Begegnung auf gleicher Augenhöhe sehr wichtig. 

Meine Erfahrungen waren bisher äußerst positiv; lustig, schön, inspirierend. Die Teilnehmer*innen zeigten sehr viel Engagement, es  gab stets sehr gutes Feedback.
 

Projektbeispiel: Gendercollege 

Seit über zehn Jahren beschäftige ich mich mit Gender Studies und Begriffen wie Gender, Doing Gender oder Gender Mainstreaming und wie man diese äußerst komplexe Themengebiete unterschiedlichs kunstpädagogisch vermitteln und künstlerisch verarbeiten kann, denn: An diesen Begrifflichkeiten kommt heutzutage kaum jemand vorbei. Ihre tatsächliche Bedeutung ist aber oft nicht ganz klar ist oder wird sogar missbräuchlich verwendet und weiterverbreitet.
Mein Ziel ist es, durch die Erfahrung und Reflexion der gestalterische Arbeit zu einem besseren Verständnis des „soziokulturell konstruierten Geschlechts“ beizutragen. 
In diesem Workhopbeispiel habe ich all mein Wissen und meine Erfahrung - sowohl aus schulischer, als auch außerschulischer Arbeit, privat wie beruflich - zusammengenommen, und versucht, ein flexibles Modell zu erarbeiten, das kompakt und leicht verständlich auf verschiedenste Zielgruppen adaptiert werden kann. 
Konkret sollen in einer Art Stationenbetrieb durch verschiedene künstlerische Aufarbeitungen, beispielsweise durch Rollenspiele, zeichnerisch in Form von Piktogrammen, Collagen oder inszenierter Fotografie, Stammtischparolen, Floskelsprache und Klischeedenken entlarvt und dekonstruiert werden.

Methodisch: Ein bestehendes, didaktisch aufbereitetes Konzept versteht sich als flexibles Rahmengerüst - nicht in allen Workshops wird alles umgesetzt, jedes Projekt verläuft, nicht zuletzt aufgrund der Mitgestaltung von Seiten der Teilnehmer*innen, höchst individuell. 

Buzzwords: Sprache, Piktogramme (Abstraktion), Collage, Komposition, Körpersprache, Inszenierte Fotografie, (Trans-) Gender/Queer

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Inklusion und Sonderpädagogik Rosasgasse, Wien. 
Das von KulturKontakt Austria geförderte Projekt wurde zwischen Oktober 2016 und Jänner 2017 verwirklicht. Die Teilnehmer*innen - elf Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit verschiedensten sozialen, persönlichen Backgrounds sowie unterschiedlichsten besonderen Bedürfnissen - erarbeiteten gemeinsam einen Schwerpunkt zur Dekonstruktion von medial repräsentierten Körperbildern. Sie gaben dem Projekt den Titel: „Geschlechterbilder - Nicht mit uns!“

>> Im PDF anbei ist der genaue Ablauf des Workshops dokumentiert. 

Neben meinen Workshopmodul-Angeboten gibt es, vor allem in jüngster Zeit, Kooperationen bzw. Anfragen zu themenorientierten Workshopgestaltungen. Der Dialog und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Institutionen, Personenengruppen bzw. Zielgruppen sind mir ein sehr wichtiges Anliegen in meiner Arbeit. Partizipation, Feminismus und Gendersensibilität bzw. -bewusstsein spielen dabei eine zentral-tragende Rolle. 

 

Referenzen 

2015: Painting Inside // Inside Painting, BRG Enns 

2016: Tableaux vivants, ROSE Steyr 

2016: Malwerkstatt und Zeichenstunde, Kinderworkshops, Pizzera Sprachakademie, Wien 

2016: Tableaux vivants und Reset, 24. Bundesschülerratstagung der Freien Waldorfschulen: Wer malt unsere Menschenbilder?, Freie Waldorfschule Dinslaken (DE) 

2016: In The Middle, Kunstgeschichte-Workshop, ROSE Steyr 

2016: Painting Inside // Inside Painting, Stiftsgymnasium Admont - http://www.gymnasium-admont.at/?start=24

2016: Kunst & Medien, Workshop mit  DaF-Lernenden, Pizzera Sprachakademie, Wien 

2016: Is mir egal, 25. Bundesschülerratstagung der Freien Waldorfschulen: Gleichgültigkeit - solange wir nicht leiden?, Freie Waldorfschule Berlin-Mitte (DE)

2016-2017: Gendercollege, SPZ 12, BVL B, Rosasgasse 8, Wien - Siegerarbeit von projekteuropa 2017_2018, Kulturerbe & Schule - https://www.projekt-europa.at/siegerarbeiten?arbeit=2016_0093E

2017: Painting Inside // Inside Painting, Stiftsgymnasium Admont

2017: Kunst trifft ... Drip Painting und andere Zufallstechniken, Workshop in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Krems - https://www.kunsthalle.at/de/besuch/veranstaltungen/13-kunst-trifft-workshop

2018: Upcoming

Mai: Arbeitslandschaften, Wie soll Arbeit? Jugendaktionstag der Arbeiterkammer und Gewerkschaften, Wien 

Juni: Kooperationsprojekt mit Galerie 12-14 Schleifmühlgasse im Rahmen des Common Past - Common Future-Performance Festivals bzw. des Freihausviertelfests, Wien 

Juli: All about: Zeichnen & Gitarrenmusik, einwöchiges Sommercamp in Kooperation mit Stephan Stanzel, Weißenbach am Attersee

November: Gendercollege, Fachbereichtagung Obwalden (CH)

 

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