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Software Competence Center Hagenberg (SCCH)

Produktdetails

Mit dem INDYCO-System werden Feuerwehren, Kommunen oder Einsatzleitstellen unterstützt. Dabei ermöglicht die Verknüpfung von Sensoren und Expertenwissen mit verschiedenen Analysen und Modellierungsmethoden Vorhersagen über lokale Situationen und Entwicklungen, wie zum Beispiel bei Muren oder auch Hochwasser. So ergibt sich beispielsweise für kleine Flüsse eine Vorwarnzeit vor Hochwassersituationen von zirka sechs Stunden. Das Modell hat eine Genauigkeit von 95,21 % und ist in der Lage, die meisten Wasserpegel korrekt vorherzusagen. Durch Expertenwissen über die Risiken und Zusammenhänge von lokalem Niederschlag, Vorbefeuchtung und Geologie kann ein Analysemodell zur permanenten Überwachung von möglichen Gefahren erstellt werden. Durch die Unterstützung von unterschiedlichen Abläufen in Katastrophenplänen durch ein Workflow-System sind Maßnahmen schnell gesetzt und kommuniziert. Das INDYCO-System ist in Katastrophensituationen prinzipiell weltweit einsetzbar.

Derzeit gibt es bereits gute Unterstützung bei der Lagebewertung und Vorerkennung von Hochwassern bei großen Flüssen. Die guten Vorhersagen von Niederschlägen in Verbindung mit genauen Abflussmodellen erlauben relativ verlässliche Vorhersagen der Pegelstände. Die bisher fehlende Unterstützung bei der Vorerkennung und Erkennung bei kleinen Gewässern und insbesondere anderen Katastrophenfällen wie z.B. Murenabgängen ist eine der zwei Innovationen des INDYCO-Systems. Die Verknüpfung von Sensoren und Expertenwissen mit verschiedenen Analysen und Modellierungsmethoden ermöglicht die Integration verschiedener Informationsquellen und Vorhersagen mit dem Wissen von Experten über das lokale Verhalten z.B. bei Muren oder auch Hochwasser. Dadurch können vor allem lokale Ereignisse besser bewertet und vorhergesagt werden, was eine Vielzahl der Einsätze betrifft.
Die zweite Innovation durch das INDYCO-System ist der erstmalige Einsatz von Workflow-Unterstützung für die Maßnahmenplanung. Bisher gab es hauptsächlich Ressourcenpläne und das Expertenwissen der Einsatzkräfte. Erst in jüngerer Zeit wurden Katastrophenpläne mit Maßnahmen und Abläufen dokumentiert. Aber erst durch die Unterstützung dieser Abläufe durch ein Workflow-System können die Maßnahmen schnell gesetzt und kommuniziert werden. Dabei ist ein sehr wesentlicher Teil die Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Maßnahmen abhängig von der aktuellen Situation/Lage. Diese Unterstützung erlaubt eine schnelle Reaktion durch die Einsatzleitung, belässt die Entscheidung aber beim Einsatzleiter. Die Verwendung eines neuen Ansatzes für die Implementierung von generischen Workflows erlaubte erst den Einsatz eines Workflow-Systems für die Katastrophenbehandlung, weil nur dadurch unvorhergesehene Ereignisse auch behandelt werden können und die benötigte Flexibilität erhalten bleibt.

Am Projekt waren Partner aus verschiedenen Branchen beteiligt (Forschungspartner, Softwarehersteller, Geo-Experten, Feuerwehr, ...). Dadurch ergaben sich viele Synergien zwischen den einzelnen Branchen und die Partner konnten voneinander profitieren. Zu Beginn der Kooperation hat dies natürlich zu Abstimmungsschwierigkeiten geführt, schlussendlich war der Mehrwert durch die Kooperation mit verschiedenen Branchen aber um vieles größer als der Aufwand. Z.B. war auch der OÖ Landes-Feuerwehrverband im Projekt involviert, was wesentlichen Mehrwert für die anderen Partner brachte, da dadurch die Praxisrelevanz kontinuierlich überwacht wurde. Im Gegenzug hat der OÖ Landes-Feuerwehrverband auch den Mehrwert des Forschungsprojektes und der Ergebnisse gesehen, was bei einer erfolgreichen Demonstration des INDYCO-Systems Mitte März 2015 bewiesen werden konnte.

Darüber hinaus können durch das System Auswirkungen von Katastrophenereignissen reduziert werden, was volkswirtschaftliche Effekte für Bund, Länder und Gemeinden hat.

Mehr Infos und ein Video finden Sie auch hier: http://www.scch.at/de/das-projekte-details/indyco

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Martina Höller, Software Competence Center Hagenberg (SCCH)

Das Software Competence Center Hagenberg ist eines der größten, unabhängigen Software-Forschungszentren Österreichs und bietet F&E Dienstleistungen von der Problemanalyse bis zur Umsetzung. Als anwendungsorientierte Forschungseinrichtung sind wir Partner für Projekte mit innovativem Charakter

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Martina Höller

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